Friedrich-Schiller Universität Jena

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Vorwort

Seit jeher ist die Wirtschaftsinformatik darum bemüht, ihren angestammten Platz irgendwo zwischen Wirtschaftswissenschaften und Informatik zu bestimmen. Inzwischen ist es wohl mittlerweile unumstritten, dass die Wirtschaftsinformatik mehr ist als der Einsatz der Computertechnologie in den Büros eines Unternehmens. Dass wir uns auf der anderen Seite mit den Programmierern aus der "reinen" Informatik in der Regel nicht messen wollen, ist auch klar. Worin liegt denn dann aber der Sinn, Wirtschaftsinformatik zu studieren? Es ist wohl nicht nur die Schnittstellenfunktion zwischen den Welten, die es ermöglicht, die Kommunikation untereinander reibungsloser zu gestalten. Mitarbeiter, die die betriebswirtschaftlichen Problemstellungen mit entsprechenden Methoden aus der BWL unter Nutzung modernster Informationstechnologie zu lösen wissen, sind heute keine Seltenheit mehr. Die Entwicklung des Wettbewerbsfaktors Information zwingt die Unternehmen, Absolventen mit eben diesen Fähigkeiten einzustellen bzw. die eigenen Mitarbeiter diesen neuen Anforderungen entsprechend zu schulen.
Wirtschaftsinformatiker werden deshalb benötigt, um neue Strömungen und Entwicklungen in der Technologieentwicklung frühzeitig zu erkennen und diese für das Unternehmen nutzbar zu machen. Anpassungsprozesse von der Informationsbedarfsanalyse, über die Geschäftsprozessmodellierung bis hin zur Umsetzung der entwickelten Modelle in Anwendungssysteme sind heute Haupttätigkeitsmerkmale eines Wirtschaftsinformatikers. Der Trend bei der Umsetzung geht auch weitestgehend dahin, vorhandene Standardsoftware in den möglichen Optionen so an die betrieblichen Vorgänge anzupassen, dass eine effiziente Arbeit in den Unternehmen möglich ist. Eigenentwicklungen, für die ein großer Stab an Programmierern notwendig sind, treten immer mehr in den Hintergrund des Interesses der Unternehmen. Entsprechend ist auch die Ausbildung der Studenten in unserem Fach ausgerichtet: nah an der Praxis werden den Studenten neben den Grundlagen zur Informatik auch eine problemrelevante Auswahl von Softwarewerkzeugen und Vorgehensweisen bei der Lösung von Problemen vermittelt. Hard- und Software werden dementsprechend immer dem modernsten Stand angepaßt. Studenten der Vertiefungsrichtung bekommen zusätzlich einen Einblick in gängige und besondere Methoden und Werkzeuge der Informationsverarbeitung.